NFC-Chip bei Recycling-Workshop vorgestellt

Auch Regina Kohlmeyer vom Umweltbundesamt interessierte sich für das Forschungsprojekt. (li: Tobias Kern, Mitte: Pascal Heitmar) Bilderquelle: Michael Schlutter

Die Recylingmengen von alten Fenstern steigen von Jahr zu Jahr immer weiter an. So fanden in 2018 über 33.000 t wiederaufbereitetes PVC den Weg zurück in den Markt. Nimmt man die Abfälle aus der Herstellung von Kunststoffprofilen hinzu, beläuft sich der Wert auf 97.000 t.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Kann man ein Fenster digital für einen optimalen Recycling-Prozess vorbereiten? „Ja“, sagt Tobias Kern, Prokurist und Leiter Service bei der TMP Fenster + Türen GmbH aus Bad Langensalza. Zusammen mit Pascal Heitmar, Prokurist und Leiter der Unternehmensentwicklung bei dem Geschäftspartner Veka AG aus Sendenhorst berichtete er über eine „Strategie für nachhaltige Fenster“. Anlass war der inzwischen 12. Nordhäuser Sekundärrohstoff-Workshop, welcher vom 24. – 25. Oktober in Nordhausen stattfand.

Die Basis dazu bildet ein Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Wertschöpfungskette im Fensterbau, an welchem TMP zusammen mit der Veka Umwelttechnik Behringen und der Hochschule Nordhausen arbeitet.

Zentraler Punkt ist dabei ein „NFC-Chip“, welcher in das Fenster eingebaut wird und alle relevanten Daten enthält. Neben der 100%-igen Nachvollziehbarkeit von der Fertigung über den Versand bis zum Einbau und Service ist dort auch die genaue Materialzusammensetzung hinterlegt. „So kann nach dem Ausbau ohne großen Aufwand ein sortenreines Recycling von den verschiedenen Bestandteilen eines Fensters wie beispielsweise Kunststoff oder auch Glas erfolgen“, berichtete Tobias Kern.

Weitere Informationen:
Presseagentur Fakt